112 – eine Zahlenkombination, die wohl nahezu jedem Menschen bekannt ist und etwas sagt: Wählt man sie, kann im Notfall nötige Hilfe erreicht werden – egal ob es brennt, jemand verletzt ist oder „nur“ die Katze auf dem Baum festsitzt. Doch was genau steckt hinter der Rufnummer in der Gemeinde Niefern-Öschelbronn? Wer kommt, wenn im 12.000-Einwohner-Ort um Hilfe gerufen wird?

Viele Organisationen – viel Hilfe

Wir haben die Antworten: Niefern-Öschelbronn ist in Sachen Hilfsorganisationen gut aufgestellt. Eine der größten aktiven Organisationen: Die Freiwillige Feuerwehr Niefern-Öschelbronn. Sie hat insgesamt rund 100 ausschließlich ehrenamtliche Mitglieder und ist auf 22,02 Quadratkilometern Gemarkungsfläche für rund 12.000 Einwohner verantwortlich. Hinzu kommen zu dieser Zahl zehn Kilometer Land- und Kreisstraße sowie drei Kilometer Bundesstraße.

Die Feuerwehr ist immer dann vor Ort, wenn es darum geht, Brände zu bekämpfen oder auch technische Hilfe zu leisten, wenn diese beispielsweise von anderen Hilfsorganisationen angefordert wird. Dann heißt es rund um die Uhr in Sekundenschnelle – spätestens aber zehn Minuten nach Alarmeingang – an der Unglücksstelle zu sein und in Ausnahmefällen sogar Leben zu retten. Konkret muss die Feuerwehr an der Einsatzstelle „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“, so auch der markante Slogan aller Feuerwehren.

Jugendfeuerwehr: Egal ob Junge oder Mädchen!

Doch das ist nicht die einzige Aufgabe, die die Freiwilligen bewältigen: Ein wichtiger Aspekt, neben den im Schnitt ca. 70 Einsätzen im Jahr, ist in der Feuerwehr Niefern-Öschelbronn die Förderung der Jugend. Insgesamt kommen rund 40 Kinder und Jugendliche Woche für Woche in die Feuerwehrhäuser der Gemeinde, und das um sich im Idealfall auf die Zukunft als freiwilliger Feuerwehrmann oder als freiwillige Feuerwehrfrau vorzubereiten. In speziellen Jugendfeuerwehrübungen wird dann alles rund um die Feuerwehr gelernt: Löschangriffe werden erprobt, erste Hilfe einstudiert und vieles mehr, wie auch Freizeitunternehmungen und Kameradschaftspflege, werden unternommen.

In zwei Musikzügen mit rund 35 Mitgliedern ist die Feuerwehr auch musikalisch präsent.

Polizei, THW und Co.

Natürlich ist die Freiwillige Feuerwehr Niefern-Öschelbronn nicht die einzige Organisation, die in einer Notsituation vor Ort ist. Die örtliche Polizei mit Sitz am Marktplatz in Niefern hilft vor allem immer dann, wenn Straftaten oder Brände passieren; des Weiteren ist sie präventiv unterwegs. Hierzu ist sie unter der 110 rund um die Uhr erreichbar. Das Technische Hilfswerk (THW) ist mit einem Ortsverband in Niefern-Öschelbronn vertreten und wird immer dann gerufen, wenn Katastrophen, wie Starkregen oder auch Hochwasser, vorliegen. Die Ortsgruppe der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft hat sich auf die Wasserrettung spezialisiert und unterstützt auch regelmäßig die Bademeister des Freibads.

Werden Personen verletzt, helfen die Rettungsdienste – dabei wird zwischen zwei Arten unterschieden: Dem sogenannten Regelrettungsdienst mit hauptamtlichen Kräften aus Mühlacker, Pforzheim oder Tiefenbronn und den Helfern vor Ort (HVO) des DRK-Ortsvereins. Die HVO unternehmen die ersten Maßnahmen an der Einsatzstelle, bis der Regelrettungsdienst an der Einsatzstelle ist.

Die Abteilung Öschelbronn der Freiwilligen Feuerwehr Niefern-Öschelbronn wird in diesem Jahr  112  Jahre. Grund genug für ein Event-Wochenende im September mit Feuerwehrkabarettist Günter Nuth. Alle Informationen dazu gibt es unter: https://bit.ly/2xqumpk