FEUER – Rauch tritt aus einem Klassenzimmer im zweiten Stock der Kirnbachschule. Der Feueralarm der Schule ertönt. Eine Lehrerin rennt panisch auf dem Schulhof auf und ab und wartet auf die alarmierten Einsatzkräfte. Eine ganze Klasse mit mehreren verletzten Schülern befindet sich noch im Gebäude…

Dieses Übungszenario bot sich den Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Niefern-Öschelbronn und den anwesenden Schulsanitätern der Realschule, die tatkräftig unterstützten.

Nach der Erkundung vor Ort durch den Einsatzleiter der Feuerwehr stellte sich heraus, dass in einem Klassenzimmer ein Brand ausgebrochen ist und eine Schulklasse mit 27 Schülern und zwei Lehrerinnen noch vermisst wird. Das Feuer und eine starke Rauchentwicklung wurden durch Blitzlichter und eine Nebelmaschine im Klassenraum simuliert. Die Jugendfeuerwehr ging mit mehreren Trupps, ausgerüstet mit Übungsatemschutzgeräten vor, erkundete die Lage und begann sofort mit der Rettung der verletzten Schüler. Außerdem wurde eine Riegelstellung aufgebaut, damit das „Feuer“ nicht auf umliegende Gebäude übergreifen konnte.

Zur realistischen Unfalldarstellung wurden die verletzten Schüler bereits vor Übungsbeginn geschminkt. Dies stellte eine große Herausforderung für die eingesetzten Schulsanitäter, unter denen sich auch die bereits entlassenen Schulsanitäter der 10ten Klassen befanden, dar. Sofort nach der Alarmierung bereiteten die Jugendlichen unter Leitung von Frau Albrecht einen Verbandsplatz vor. Die verletzten Personen wurden von den Jugendlichen der Jugendfeuerwehr aus dem Gefahrenbereich gerettet und an die 15 Schulsanitäter übergeben. Diese übten das Versorgen und Verbinden der verletzten Personen. Nach der Erstversorgung wurden die Verletzten den Helfern des DRK Ortsvereins Niefern-Öschelbronn, zum gespielten Abtransport ins Krankenhaus, übergeben.

Die Jugendlichen, aller beteiligten Jugendhilfsorganisationen, konnten in diesem Übungszenario sehr gut ihre erlernten Fähigkeiten unter Beweis stellen und tolle Erfahrungen sammeln. Die außergewöhnliche Herausforderung konnte gemeinsam gut bewältigt werden. Am Ende erhielten alle Brezeln und Sprudel.

Ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden, die diese Großübung ermöglicht haben.