Geschichte Feuerwehr Niefern-Öschelbronn

Die Geschichte des Feuerlöschwesens in Niefern

Markgraf Karl Wilhelm erließ am 24. Oktober 1715 für sein Land, eine „Feuerordnung“. Unter Karl Friedrich wurde auch das gesamte Feuerlöschwesen, das noch sehr im Argen lag, neu geregelt. Es wurde beschlossen, dass jede Gemeinde eine Feuerspritze anzuschaffen habe. Niefern erhielt eine solche im Jahr 1749. Das Wasser selbst entnahm die Spritze einem Behälter, der dauernd nachgefüllt werden musste. Es blieb deshalb wie seither bei der langen Feuerkette von der Enz oder dem Kirnbach bis zum Brandplatz, wobei die Feuereimer von Hand zu Hand weitergereicht werden mussten.

1861 - Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Niefern

Ein Schreiben in den Gemeindeakten mit folgendem Wortlaut weist auf die Gründung der Nieferner Feuerwehr hin: Da seit einiger Zeit einige unserer hiesigen Bürger den Wunsch äußerten, man möchte den Versuch machen, ob man nicht im Stande wäre, in hiesiger Gemeinde ein Feuerwehr Corps zu errichten, indem es ein großes Interesse für die Gemeinde darbieten würde. So hat man am 17. dieses Monats (17. November 1861) eine Einladung an viele hiesige Bürger zu einer Versammlung ergehen lassen, welche mit aller Freudigkeit angenommen und auch sehr zahlreich vertreten wurde. In dieser Versammlung wurde beschlossen, dass man eine Liste in der hiesigen Gemeinde zirkulieren lassen möchte und diejenigen Mitglieder der Gemeinde, welche sich für diese Sache, die ja für einen jeden Bürger von großem Wert ist, interessierten, möchten ihre Namensunterschrift geben und zugleich bemerken, welchen freiwilligen Beitrag sie zur Errichtung einer Feuerwehr leisten wollen. In der gut besuchten Gründungsversammlung im Gasthaus zum „Lamm“ wurde ein vorläufiger Vorstand gewählt. Er bestand aus dem Bürgermeister Jakob Seidel, dem Kaufmann Karl Hufnagel und dem Verwalter Wilhelm Gräßle. Ihr Aufruf an alle Einwohner fand großen Widerhall. In wenigen Tagen schon hatten 88 Bürger schriftlich ihren Beitritt zu dieser freiwilligen Feuerwehr erklärt. Die Wehr erhielt drei Abteilungen, Obmann der Arbeitsmannschaft wurde der Maurer Christoph Issel, die Rettungsmannschaft führte der Metzger Johann Georg Boden und die Spritzenmannschaft unterstand dem Schuhmacher Daniel Lutz. Um die neu gegründete Wehr auszurüsten, gab die Gemeinde selbst einen Beitrag von 200 Gulden. Von Privatpersonen wurden insgesamt 229 Gulden gestiftet. Damit konnte die nötige Ausrüstung angeschafft werden. Da die noch vorhandene, schon über 100 Jahre alte, Feuerspritze nicht mehr viel taugte, stiftete der Besitzer der Papierfabrik, Herr Theodor Bohnenberger, eine neue fahrbare weirädrige Saugspritze im Wert von 1000 Gulden. Damit stand die neue Wehr, und sie konnte auch bald bei Bränden in Öschelbronn und Würm ihr Können beweisen. Das Jahr 1880 brachte den ersten Wechsel in der Leitung der Feuerwehr. Der hiesige Kommandant Karl Friedrich Hauser, der sich bei der Gründung und Organisation der Feuerwehr große Verdienste erworben hatte, verzog nach Pforzh1886-EA-NIEeim. Zu seinem Nachfolger wählte man Maurermeister Anton Huber. Da dieser jedoch zwei Jahre später nach Amerika auswanderte, erwählte sich die Wehr Fabrikant Karl Bellmer zu ihrem Kommandanten. Drei volle Jahrzehnte, von 1882 bis zu seinem Tode im Jahre 1912, hatte er diesen Posten inne. Er hat seiner Feuerwehr in diesen langen Jahren nicht nur viel Zeit, sondern auch Geld geopfert. Alle Reparaturen ließ er in seiner Firma unentgeltlich durchführen und oft stellte er seine Arbeiter für Zwecke der Feuerwehr zur Verfügung. Seine uneigennützige Gesinnung und Hilfsbereitschaft verdient auch heute noch lobende Anerkennung. Nach 1892 begann eine Blütezeit der Nieferner Feuerwehr. Die Mitgliederzahl stieg stetig und erreichte bis zum 50 jährigen Jubiläum einen Stand von 143 aktiven und 47 passiven Mitgliedern. Am 10. Dezember 1903 wurde die erste Wasserleitung in Niefern in Betrieb genommen und stellte die Feuerwehr vor neue Aufgaben. Sie musste anders eingeteilt und ausgebildet werden und die Gemeindeverwaltung beschaffte Hydrantenwagen, neue Schläuche und Strahlrohre.

Das 50 jährige Jubiläum vom 1. bis 3. Juli 1911

Während des l. Weltkrieges waren 57 Feuerwehrmänner zum Heere einberufen. In jenen Kriegsjahren hatte der stellvertretende Kommandant Jakob Kärcher die Wehr zu führen und sich in dieser schweren Zeit besondere Verdienste um die Feuerwehr erworben. Nach dem Kriege übernahm bis 1929 Schreinermeister Johann Künkele die Leitung. Auf ihn folgte Zimmermeister Karl Issel, der sich mit besonderer Tatkraft seiner Feuerwehr annahm. Eine besondere Bewährungsprobe hatte die Nieferner Feuerwehr bei der großen Brandkatastrophe in Öschelbronn am 10. September 1933 zu bestehen, der ein Großteil des Nachbarortes zum Opfer fiel. Zum 75 jährigen Jubiläum im Jahre 1936 schaffte die Gemeinde der Feuerwehr eine neue Motorspritze an, die sich als sehr zweckmäßig erwies. Während des zweiten Weltkriegs hatte die Feuerwehr besonders schwere Aufgaben zu erfüllen. Alle waren gegenseitig zur nachbarlichen Löschhilfe verpflichtet, hatten sich also bei auswärtigen Brandkatastrophen nach feindlichen Fliegerangriffen auf Anforderung der Luftschutzzentrale Pforzheim zur Verfügung zu stellen. Je länger der Krieg dauerte, desto mehr häuften sich die nächtlichen Fliegerangriffe, was wiederum zur Folge hatte, dass die hiesige Wehr immer häufiger nach auswärts befohlen wurde. Da die meisten Feuerwehrmänner zur Wehrmacht einberufen waren, hatte die kleine Wehr um so mehr zu leisten.  Während sie anfänglich noch mit 21 Mann ausrücken konnte, waren gegen Ende des Krieges nur noch 10 Mann verfügbar. Der Personalnot gehorchend, wurde zur Unterstützung eine Frauengruppe aufgestellt. All das, was man bei diesen verschiedenen Einsätzen auch erlebte, wurde jedoch weit übertroffen durch das grausige Geschehen am 23. Februar 1945, als Pforzheim in Trümmer sank und 17.800 Menschen den Tod fanden. Gegen Ende des Krieges rückte die Front immer näher und erreichte schließlich Niefern. Damit drohte dem Ort große Gefahr. In den 10 Tagen, wo die französischen Truppen vom Enzberg aus Niefern einsehen und beschießen konnten, geriet eine große Anzahl von Gebäuden in Brand. Jedes Mal musste die Feuerwehr unter Lebensgefahr diese Brände bekämpfen.

Der Wiederaufbau nach 1945

Nach dem Ende dieses furchtbaren Krieges und dem völligen Zusammenbruch wurde zunächst die Betätigung aller Vereine, sogar der Feuerwehr, untersagt. Erst allmählich wurde das Verbot wieder gelockert und auch der Feuerwehr die Möglichkeit gegeben, sich wieder neu zu formieren. Jetzt legte der seitherige Kommandant Karl Issel, der die Wehr 16 Jahre vorbildlich geführt hatte und sich darüber hinaus als Bezirksfeuerlöschinspektor um die Sache der Feuerwehr verdient gemacht hatte, die Führung nieder. An seine Stelle traten der bisherige Zugführer Emil Gräßle als Kommandant und Robert Baier als sein Stellvertreter. 1951 übernahm Hans Holzapfel die Führung der Wehr. Sein Stellvertreter blieb Robert Baier. Im Jahre 1953 wurde die Nieferner Feuerwehr eine der Stützpunktwehren des damaligen Kreises Pforzheim. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, stattete der Landkreis die Wehr mit einem kreiseigenen LF 8 aus. Auch die Gemeinde war bemüht, den steigenden Anforderungen an die Wehr gerecht zu werden. So beschaffte sie zwischen 1954-1958 einen Wagen mit starren Rohren, einen TS 8 Anhänger, einen Trockenpulveranhänger und eine mechanische Leiter von 18 m Länge. Die Wehr und der Musikzug wurden neu eingekleidet. Der Gründung einer Jugendfeuerwehr im Juli 1960, einer der ersten im Kreis Pforzheim, folgte im August 1960 die Wiedergründung des Spielmannszuges der FFW Niefern.

1961-1971

Durch die Umwidmung des früheren Rathauses zum Feuerwehrgerätehaus wurden zum ersten Mal die Voraussetzungen geschaffen, alle Geräte zusammenzufassen. Bei der Hauptversammlung 1964 übergaben Kommandant Hans Holzapfel und sein Stellvertreter Robert Baier ihre Ämter in die jüngeren Hände von Emil Baier als Kommandant und seinen Stellvertreter Berthold Schwarz. Für seine Verdienste um die Feuerwehr Niefern wurde Hans Holzapfel bei dieser Versammlung zum Ehrenkommandanten ernannt. 1966 wurde ein VW-Bus beschafft und in einer angemieteten Garage im Vorort untergebracht, da die Unterstellmöglichkeiten im Feuerwehrhaus nicht mehr ausreichten. Die moderne Funktechnik hielt im Jahr 1968 Einzug ins Feuerwehrgerätehaus an der Hauptstraße. Im Rahmen der vom damaligen Kreisbrandmeister Albert Klittich betriebenen Funkausstattung der Stützpunktfeuerwehren des Kreises Pforzheim, erhielt auch die Feuerwehr Niefern eine moderne Funkanlage. Bei der Hauptversammlung 1971 wurde beschlossen, dass ab sofort die Übungen von Sonntagmorgen auf den Montagabend verlegt werden. Gleichzeitig schaffte man auch den störenden Lärm der Sirenen zu Übungszwecken ab.

1972 -1981

1973-FWHAUS-NIEEine grundlegende Veränderung für die Feuerwehr gab es 1972, als sich die Gemeinden Niefern und Öschelbronn zur Großgemeinde Niefern-Öschelbronn zusammenschlossen. Die außerordentliche Hauptversammlung am 14. 1. 1972 in der Turnhalle in Öschelbronn brachte auch einen Wechsel in der Führung der Feuerwehren mit sich. Auf Vorschlag der anwesenden Wehrleute wurde August Reidenbach zum ersten Gesamtkommandanten der Feuerwehr NiefernÖschelbronn gewählt. Zu seinen Stellvertretern wählte man die jeweiligen Abteilungsführer Berthold Schwarz für den Ortsteil Niefern und Dieter Wolf für den Ortsteil Öschelbronn. Im Frühjahr 1975 legte Kommandant August Reidenbach überraschend sein Amt nieder. Bis zur Hauptversammlung am 6. 6. 1975 wurden die Geschäfte von seinem Stellvertreter Berthold Schwarz weitergeführt. Berthold Schwarz erhielt dann bei der fälligen Neuwahl das Vertrauen der Wehrmänner. Zum neuen Abteilungsführer und stellvertretenden Kommandanten für den Ortsteil Niefern wurde Alfred Brecht bestimmt. Das neue Feuerwehrhaus an der Schloßstraße wurde im Rahmen einer Feierstunde am 26. Juni 1976 eingeweiht. Bürgermeister Erhard Fahlbusch übergab das neue Feuerwehrgerätehaus an die Wehr. Durch diesen Neubau und seine Ausstattung ergab sich für die Feuerwehr eine grundlegende Weiterentwicklung und Verbesserung ihrer Einsatzbereitschaft. Die Gemeinde beschaffte 1977 zur weiteren Verbesserung ein LF 8 TS mit Zusatzbeladung für Hilfeleistungen. Am 25.11.1981 konnte das von der Gemeinde beschaffte neue TLF 16 durch Bürgermeister Jürgen Kurz in den Dienst gestellt werden. Kommandant Berthold Schwarz und sein Team übergaben das 1977 beschaffte LF 8 an die Abteilung Öschelbronn.

1981-2010

Bei der Hauptversammlung am 25. 1. 1985 stellte Kommandant Berthold Schwarz nach über 20 jähriger Kommandanten-, Stellvertreter- und Abteilungsführer- tätigkeit sein Amt zur Verfügung, um einen Generationswechsel zu ermöglichen. Gleichzeitig stellte Alfred Brecht, der ebenfalls schon über 10 Jahre als Stellvertreter und als Abteilungsführer für die Abteilung Niefern tätig war, sein Amt zur Verfügung. Als neuer Gesamtkommandant konnte Roland Burkhard und als neuer Abteilungsführer und stellvertretender Kommandant für die Abteilung Niefern konnte Manfred Gräßle gewählt werden. 1986 – 125 jährige Jubiläum der Abteilung Niefern wird auf dem Festplatz mit dem Kreisfeuerwehrtag, einem Umzug durch den Ort sowie dem Großen Zapfenstreich gebührend gefeiert. Auch am Festwochenende bekommt die Doppelgemeinde die Launen der Natur zu spüren, Sturzregen, überflutete Straßen und Keller begleiten das Festwochenende. Im Jahr 1987 wird vom Landkreis der Gerätewagen-Gefahrgut in Niefern stationiert, was in den Folgejahren ein beachtliches mehr an Ausbildung für die Mannschaft bedeutet. 1990 wird Axel Bräuner zum Abteilungskommanten gewählt. In seiner Amtszeit wird die Ausbildung in allen Bereichen forciert, er übergibt eine schlagkräftige Abteilung an Michael Szobries, der 1995 zum neuen Abteilungskommandanten gewählt wird. Im Januar 1997 stellt Roland Burkhard, nach 12 Jahren als Kommandant, sein Amt zur Verfügung, kommissarisch wird Michael Szobries für ein Jahr mit der Führung der Gesamtwehr beauftragt. Bei der folgenden Hauptversammlung konnte Michael Szobries zum Kommandanten und Uwe Reich, Abteilungskommandant von Öschelbronn, zum Stellvertreter gewählt werden, beide führen die Feuerwehr Niefern- Öschelbronn seit 1997 bis heute. Mit steigenden Einsatzanforderungen wurde die Ausstattung angepasst, die Abteilung Niefern stellt ein neues LF16 in Dienst. Das bisherige wurde generalüberholt und in die Abteilung Öschelbronn versetzt, so dass auch hier erstmals ein Löschfahrzeug mit Wassertank vorhanden war, hierfür wurde ein LF8 – Opel Blitz ausgemustert. Da in den folgenden Jahren umfangreiche Erneuerungen bei der Ausrüstung anstehen, wird in enger Abstimmung zwischen Gemeindeverwaltung und Feuerwehr ein Konzept über die kün1886-Bischwieseftigen Beschaffungsmaßnahmen erstellt. Ein wesentlicher Punkt war das Feuerwehrhaus in der Schloßstraße. Im Jahr 2001 begannen nach einer langen Planungsphase die Umbauten und die Sanierungen. Es wurden neue Räume für Lager, Werkstätten und Fahrzeuge geschaffen sowie die Sanitär- und Elektrotechnik erneuert. In den folgenden Jahren werden, in beiden Abteilungen, Transportfahrzeuge für Mannschaft und Gerät, ein Löschfahrzeug, Geräterollcontainer und in 2011 abschließend ein Einsatzleitwagen beschafft. 2008 gab Michael Szobries nach 13 Jahren die Funktion des Abteilungsführers ab da er seit über einem Jahrzehnt in Doppelfunktion tätig war. Zu seinem Nachfolger hat die Abteilung Markus Eberbach gewählt, der im Frühjahr 2010 sein Amt zur Verfügung stellte. In dieser schwierigen Phase, unmittelbar in den Planungen zu Jubiläum der Abteilung, fiel die Wahl wieder auf Michael Szobries der erneut die Abteilung anführt.

2011

Im Jubiläumsjahr ist die Feuerwehr Niefern-Öschelbronn zeitgemäß aufgestellt und gut ausgebildet. Neben der Gefahrenabwehr im Ort wird für den Landkreis ein Teil des Gefahrgutzuges gestellt, der bei Ausbildung im Stab des Landratsamtes und der Führung mitwirkt. Die Mitgliederzahlen sind durch die gute und kontinuierliche Jugendarbeit noch stabil. Aber auch hier ist, bedingt durch die zeitliche Inanspruchnahme von Schule, Beruf, Freizeit und nicht zuletzt der Familie, mit einem Rückgang zu rechnen. Einer der wichtigen Aufgaben der Feuerwehrführung und Verwaltung ist es, den Feuerwehrdienstes mit neuen Ideen und Methoden auszugestalten und fit zu machen für die nächsten Jahre.2011-EA-NIE

Geschichte Feuerwehr Öschelbronn

Öschelbronn und die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Abteilung Öschelbronn ca.200 n.Chr.

Ein römischer Gutshof entsteht etwa in Höhe der heutigen unteren Bachstraße 6. Wege führen in das heutige Pforzheim und nach Dürrmenz. Im 3. Jahrhundert n. Chr. fallen Alemannen in das von Römern besetzte Gebiet ein und werden in der Gegend sesshaft. Aber auch die Alemannen werden vertrieben. Im 5. Jahrhundert kommen die Franken und gründen Dörfer anstelle der bis dahin üblichen Gehöftgruppen.

825 Öschelbronn wird erstmals urkundlich erwähnt und durchleidet seither mehrere große Brände und Katastrophen. Erwähnt seien hier nur – 1618-1648 (30 jähriger Krieg). Dieser geht ohne größere Schäden an Öschelbronn vorüber. Dies ist wohl dem Umstand zu verdanken, dass Öschelbronn etwas abseits der großen Wege liegt. Der nicht weit entfernten Gemeinde Ölbronn ergeht es nicht so gut. Hier wird der Ort niedergebrannt und es sterben 450 Menschen. – 1626 Die Pest wütet in Europa und auch in unserem Dorf. Viele Bewohner werden Opfer dieser Seuche. – 1689 im Orleanischen Krieg brennt der Kirchturm bis auf die Grundmauern nieder. Das Feuer wird von den Bewohnern der Gemeinde mit in Eimern und Bütten*1 herangetragenem Wasser aus dem Brunnen bekämpft.  – 1852 fallen 86 Wohnhäuser und Scheunen einem Feuer zum Opfer. Dies entspricht etwa der Hälfte des damaligen Dorfes. Auch die Kirche und das Schulhaus sind betroffen. Da es zur damaligen Zeit nicht üblich und für viele auch nicht bezahlbar ist, sind viele Gebäude nicht versichert. So steht ein Großteil der Betroffenen nach dem Feuer vor dem nichts. In dieser Zeit ist die Brandbekämpfung noch recht unorganisiert. Es sind zwar alle Männer im Alter von 18 – 55 Jahren verpflichtet sich im Brandfalle zur Verfügung zu stellen aber an geeigneter Ausrüstung, Übung oder guter Organisation mangelt es. Um die Jahrhundertwende 1900 versucht der Landwirt und Bürgermeister (und damit auch Leiter der gesetzlichen Feuerwehr) Wilhelm Kolb durch stete Übung die Löschmannschaften besser auszubilden. Die Jüngeren bedienen die Handfeuerspritze während die Älteren sich im raschen Verlegen der Schlauchleitungen und im Stellen des Standrohres üben müssen. 1905 Nach einem großen Brand bei dem 13 Wohn- und 11 Nutzgebäude zerstört und viele Menschen um ihr Hab und Gut gebracht werden, will die Bevölkerung von Öschelbronn eine gut ausgerüstete Feuerwehr in ihrem Ort wissen. DiesemWunsch kommt BürgermeisterWilhelm Kolb im Jahre 1906 nach.

1906-1910
Kommandant Wilhelm Kolb

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Öschelbronn. Der erste Kommandant wird der damalige Bürgermeister Wilhelm Kolb. Unter seiner Leitung finden sich 58 Männer, welche sich unter dem Motto „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr!“ zusammen schließen. Durch die Gemeindeverwaltung werden Uniformen und Geräte beschafft.  Die Mannschaft wird in Rettungs-, Arbeits- und Hydrantenmannschaft mit Schlauchführern eingeteilt und nach militärischen Grundsätzen geführt. Schon in der ersten Satzung ist die Einteilung und das Verhalten der Mannschaft genau beschrieben. In dieser Zeit wird noch ein sogenanntes Eintrittsgeld in Höhe von 2,20 Mark und ein Monatsbeitrag von 20 Pfennig erhoben.

1911-1931
Kommandant Jakob Reich

In die Zeit von Kommandant Jakob Reich fällt der 1. Weltkrieg. Auch die Feuerwehr ist durch den Wehrdienst vieler Mitglieder stark geschwächt. So hat auch ein Brand im Gasthaus Hirsch große Folgen. Es brennen sowohl das Gasthaus als auch einige der umliegenden Häuser ab. Als 1918 der Krieg vorüber ist, kommen viele Feuerwehrkameraden nicht aus dem Krieg zurück. In den Jahren nach dem Krieg vergrößert sich die aktive Wehr wieder zu einer schlagkräftigen Truppe mit bis zu 80 aktiven Feuerwehrmännern. 1921 schließt sich der Musikverein Öschelbronn der Feuerwehr an.

1931-1935
Kommandant Karl Fehr

1933 Verheerende Brandkatastrophe in Öschelbronn. Am 10. September 1933 bricht gegen 10:45 Uhr im östlichen Teil von Öschelbronn ein Feuer aus.  Durch starken Ostwind und lange Trockenheit breitet sich das Feuer sehr schnell aus. Auch die starke Ortsfeuerwehr und die mithelfende Bevölkerung können das Feuer nicht eindämmen. Es werden Feuerwehren der Nachbargemeinden sowie aus Pforzheim, Karlsruhe, Stuttgart, Leonberg und Vaihingen alarmiert, welche zahlreich in unserer Gemeine eintreffen. Durch Wassermangel ist ein Heranbringen von Löschwasser aus Niefern und aus Wurmberg nötig. Hierbei stellt sich heraus, dass die Schlauchkupplungen aus Baden und aus Württemberg nicht zusammen passen. Dies hält den Aufbau der Wasserversorgung weiter auf. Auch der Versuch der Sprengung verschiedener Häuserfronten kann den Fortgang des Feuers nicht unterbrechen, der Funkenregen setzt weitere Häuser hinter der Sprenglinie wieder in Brand. Erst als der Wind nachlässt kann das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Dem Feuer fallen 84 Wohnhäuser und 119 erntegefüllte Scheunen zum Opfer. 357 Obdachlose zählte die Gemeinde. Einige Feuerwehrmänner erleiden Rauchvergiftungen oder wurden bei den Sprengungen verletzt.

 

 

Acr543269976823218772
1935-1936
Kommandant Robert Britsch

Umzug aus dem alten Gerätehaus in der Scheuernstraße in das neue, für damalige Verhältnisse moderne Feuerwehrhaus mit Schlauchtrockenturm in der Bergstraße heute: Wurmbergerstraße Gustav –Wenk Bürgerhaus

1936-1949
1936-1937 Kommandant Friedrich Pflüger
1937-1940 Kommandant Emil Roller
1940-1949 Kommandant Friedrich Pflüger

Wohl durch die Gefahren des Krieges als auch aus Erkenntnissen aus dem großen Brand 1933 wird ein Feuersee errichtet. Hierzu wird ein zunächst als Freibad geplantes Grundstück kurzerhand zum Löschwassersee umfunktioniert. Durch den Wehrdienst vieler Kameraden geschwächt werden trotzdem regelmäßig Tag- und Nachtübungen durchgeführt, die teilweise auch in Verbindung mit dem zivilen Luftschutz stattfinden. Weiterhin werden die großen Lücken durch weibliche Ergänzungskräfte aufgefüllt. In einem Schreiben vom 7. November 1943 teilt der damalige Öschelbronner Bürgermeister dem Landrat die Namen von 32 jungen Frauen mit. Der Krieg bringt auch die erste Motorspritze nach Öschelbronn. Diese Tragkraftspritze war französischer Bauart und kam aus Heeresbeständen. Ihren wichtigen Einsatz im Luftschutz leistet die Wehr beim Großangriff am 23. Februar 1945 auf Pforzheim. Als die Front über Öschelbronn rollt, hat die Feuerwehr alle Hände voll zu tun: An allen Ecken lodern Flammen empor, die aber durch die aufgelockerte Bauweise zumindest der neuen Wohnviertel leichter zu bekämpfen sind.

1949-1954
Kommandant Wilhelm Kolb

Eine neue Motorspritze wird angeschafft. Die Mitgliederzahl der aktiven Wehr erhöht sich stark. Besonders jüngere Kräfte treten der Freiwilligen Feuerwehr bei und zeigen bei einer Schnelligkeitsübung in Büchenbronn ihr Können und erringen einen guten 3. Platz.

1954-1962
Kommandant Friedrich Reich

Erster Einsatz einer Motorspritze bei einer Waldbrandübung anlässlich der Einweihung des Wasserpumpwerkes im Gewann Obere Kirnbachwiesen. 1956 Brand in einer Holzbearbeitungswerkstatt im Tal. Das 50- jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Öschelbronn kann im Juli 1956 gefeiert werden. Das umfangreiche Programm besteht aus einem Festbankett, einer Kranzniederlegung, einer großen Festübung, einem Festumzug und einem Kinderfestumzug mit Wettkämpfen und einem gemütlichen Ausklang. Die Schirmherrschaft übernimmt Landrat Richard Dissinger, Festpräsident ist Bürgermeister GustavWenk. Einige Kameraden haben an den am Festumzug teilnehmenden Spielmannszügen aus anderen Gemeinden und deren Musikdarbietungen Gefallen gefunden und gründen einen Spielmannszug unter der Leitung von Friedrich Britsch und Karl Straub. Anlässlich desMaibaumstellens am 1. Mai 1958, tritt der Spielmannszug zum ersten Mal öffentlich in Erscheinung. Leider wird dieser Zug 1962 infolge von mehreren Ausfällen in der Mannschaft wieder aufgelöst.  1958 Das Anwesen Wildbrett in der Bergstraße (heute Wurmbergerstraße) wird ein Raub der Flammen. Dieses Feuer wurde durch Kinder verursacht die mit Streichhölzern spielten. Anlässlich des 25. Jahrestages des Brandes von 1933 wird eine Gro.übung unter Beteiligung der kreiseigenen Löschfahrzeuge aus Niefern, Eutingen, Königsbach und Neuhausen durchgeführt.

1962-1969
Kommandant Hermann Pflüger

Am 26. August 1963 gegen 20:30 Uhr werden die Feuerwehrleute durch den damals üblichen Sirenenalarm zum Einsatz gerufen. Es brennt die Scheune des Anwesens Emil Reich in der Scheuernstraße. Die unmittelbar angrenzende Scheune des Eugen Wolf hat ebenfalls Feuer gefangen. Ein Übergreifen des Feuers auf die angrenzenden Wohngebäude kann durch die Mithilfe der Feuerwehren aus Niefern und Eutingen verhindert werden.  Bei Schnelligkeitsübungen auf Kreisebene nimmt die Wehr regelmäßig teil und belegt 1963 einen 2. Platz in Ersingen. Nachdem die Gemeinde in den 1960er Jahren einen großen Aufschwung erlebt und nach allen Richtungen wächst entsteht nun auch der Bedarf eines motorisierten Fahrzeuges. Bisher muss die Wehr mit 3 Handkarren ausrücken, welche mit Schlauchleitungen, Standrohr und Strahlrohren bestückt waren, sowie einen Tragkraftspritzenanhänger (TSA). Die damalige Verwaltung unter Kommandant Pflüger tritt mit diesem Wunsch an Bürgermeister Gustav Wenk und an den Gemeinderat heran. Diese befürworten sofort die Anschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeuges (TSF). Dieses TSF wird 9.1.1965 der Feuerwehr übergeben.  Am 16.4.1965 brennt Nachts gegen 1:40 Uhr der Schuppen der Schreinerei Hoffmann in der Oberen Bachstraße. Dem schnellen Einsatz der hiesigen Feuerwehr mit dem neuen Fahrzeug ist es zu verdanken, dass ein Übergreifen des Feuers im eng bebauten Ortskern verhindert werden kann. Der 2. Leistungswettkampf der Kreiswehren findet am 4. und 5. Juni 1966 auf dem Marktplatz in Öschelbronn statt. Am 13. August 1966 schlagen die Flammen aus dem Wirtschaftsgebäude des Anwesens Forlenhof. Ein großer Nachteil ist hier, dass zu dieser Zeit noch keine Wasserentnahmestelle (heute ist eine Löschwasserzisterne mit 30 mÇ vorhanden) bei den Aussiedlerhöfen besteht. Die Feuerwehr muss also eine 1 km lange Löschwasserleitung vom östlichen Ortsrand bis zum Forlenhof verlegen. Zur ersten Brandbekämpfung muss Überlandhilfe mit Tanklöschfahrzeugen aus Niefern, Eutingen und Mühlacker angefordert werden. Durch diese Zusammenarbeit kann das Wohnhaus und der neu errichtete Geräteschuppen vor den Flammen gerettet werden. Als Brandursache wurde die Selbstentzündung des Heustocks vermutet. Am 10. Juli 1968 rast ein Tornado über Pforzheim und Umgebung. Die Gemeinde Öschelbronn bleibt glücklicherweise verschont aber die Wehr wird zur Hilfeleistung nach Pforzheim abkommandiert. Auch in Niefern leistet die Wehr Nachbarschaftshilfe als am 26. Juli 1968 nach einem schweren Gewitter die dortige Bevölkerung Unterstützung benötigte. Am 2. Januar 1969 gegen 13:00 Uhr brennt im Anwesen Gallus in der Unteren Bachstraße ein Schuppen in dem Holz und Heu gelagert sind. Der Wasserschaden am angrenzendenWohnhaus ist gering.

1969-1972
Kommandant Dieter Wolf

1969 werden erste Atemschutzgeräte angeschafft. Diese Atemschutzgeräte sind mit zwei Atemluftflaschen bestückt und haben ein sehr hohes Gewicht. Die ersten Atemschutzgeräteträger sind Eberhard Braun, Erich Rottner und Josef Hildwein. Sie werden an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. 1971 wird die Jugendfeuerwehr und der Spielmannszug gegründet. Rudi Heintel wird mit der Führung und Ausbildung beider Gruppen betraut. Kurze Zeit später reißt ihn ein tragischer Verkehrsunfall am 19.04.1971 aus unserer Mitte. Nach dem plötzlichen Unfalltot von Rudi Heintel springen die Kameraden Jürgen Reich als Jugendwart und Stabführer des noch im Aufbau befindlichen Spielmannszuges, sowie Manfred Steinberg als Spielmannszugführer ein. Im Jahr 1973 übernimmt Manfred Steinberg dann auch die Stabführung. Seit Gründung der Jugendfeuerwehr wird fast jährlich ein Zeltlager am Dürrmenzer Törle durchgeführt, welches sowohl von den Jugendlichen als auch den Erwachsenen gerne besucht wird.  1971 erfolgt der Bezug des Feuerwehrgerätehauses in der Wurmbergerstraße. Der Umbau des Farrenstalls zum Feuerwehrhaus wird damals mit 50.000 DM berechnet und von der Firma Reinhard Wolf ausgeführt.

 

1972-1979
Abteilungskommandant Dieter Wolf

Zusammenschluss der Gemeinden Niefern und Öschelbronn im Jahr 1972 und somit auch der beiden Ortsfeuerwehren. Der erste Gesamtkommandant wird August Reidenbach . Abteilungskommandanten werden in Niefern Berthold Schwarz und in Öschelbronn DieterWolf. Das erste Kreisspielmannszugtreffen des neu entstandenen Enzkreises findet am 1.-3. September 1973 in Öschelbronn statt. Zu diesem Anlass findet auch ein Festumzug statt.  Im Jahr 1973 kommt ein Löschgruppenfahrzeug (LF8 – Opel Blitz) und eine neue mechanische Ausziehleiter mit 18 Metern nach Öschelbronn. Das LF8 Opel Blitz beim Leistungswettkampf in Ötisheim 23.5.1987 Am 24. Februar 1975 brennt es gegen 19:30 Uhr in der alten Turnhalle in Öschelbronn. Das Feuer kann schnell unter Kontrolle gebracht werden, so dass die angeforderten Kameraden aus Niefern nicht mehr eingreifen müssen. Am 22. Mai 1978 gehen schwere Gewitter mit nachfolgend starkem Regen über Baden Württemberg nieder. Auch die Enz in Niefern bringt starke Wassermassen, so dass die Wehren im Enzkreis im Einsatz sind. Die Feuerwehr Abteilung Öschelbronn unterstützt die Kameraden in Niefern.

 

 

1979-1980
Abteilungskommandant Robert Oesterle

Der stellvertretende Abteilungskommandant Robert Oesterle übernimmt die Führung der Feuerwehr Abt. Öschelbronn, da Dieter Wolf in dieser Zeit aus privaten Gründen dieWehr nicht anführen kann. Besuch des Ersten Feuerwehrwandertages der Wehren des Enzkreises in Waldrennach am 24. Mai 1979.

1980-1995
Abteilungskommandant Dieter Wolf

Das 75- jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Niefern-Öschelbronn Abteilung Öschelbronn kann im Juni 1981 gebührend gefeiert werden. Ebenso gefeiert wird dabei das 10- jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr und des Spielmannszuges. Aus diesem Anlass werden neue Uniformen für die Musiker beschafft. Um sich dem musikalischen Wandel anzupassen wird der Spielmannszug durch 10 Fanfaren ergänzt. Dies ist die Geburtsstunde des heutigen Fanfarenzuges Öschelbronn Brass Band. Die Schirmherrschaft übernimmt Bürgermeister Jürgen Kurz. 25.11.1981 wird ein LF8 (Mercedes Benz) von Niefern nach Öschelbronn versetzt und löst das in die Jahre gekommene TSF ab.  Im Juni 1982 holen sich die beiden Jugendgruppen der Abteilung Öschelbronn den 1. und 2. Platz beim Pokalwettkampf des Kreisjugendfeuerwehrverband Enzkreis und der Stadt Pforzheim. Zum 50. Jahrestag des großen Brandes in Öschelbronn am 1933 wird eine Wasserversorgung von der Enz in Niefern bis nach Öschelbronn gelegt. Der Aufbau der B-Leitung dauert nur eine halbe Stunde. Hierbei wird festgestellt, dass die Kupplungen der Schläuche nun zusammenpassen. Als man im Frühjahr 1994 zum ersten mal die Wortkombination „Challenge Day“ hört, wissen wohl die Wenigsten etwas damit anzufangen. Der Challenge Day ist ein weltweites Sportspiel bei dem immer zwei, in ihrer Größe vergleichbare Gemeinden, gegeneinander antreten, mit dem Ziel mehr Menschen als ihre Partnerstadt zu einer sportlichen Aktivität zu animieren. Unser damaliger stellvertretender Abteilungskommandant Uwe Reich hat zu dieser Zeit eine zündende Idee mit einem Bezug zur Ortsgeschichte. Eine Eimerkette soll gebildet werden. Von der Enz in Niefern entlang der Landesstraße L1135 bis zum Marktplatz in Öschelbronn. Diese lange Eimerkette soll Wasser wie 1933 beim großen Feuer ins Oberdorf bringen. Da viele Bürgerinnen und Bürger dann am 25. Mai 1994 teilnehmen, kann ein Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde erfolgen. Anfang der 1990er Jahre wird auch ein neues Fahrzeugkonzept für Öschelbronn erarbeitet. Dieses Konzept sieht vor, auch in Öschelbronn ein Großfahrzeug mit Wassertank zu stationieren. Daraus ergibt sich auch der Bedarf für ein geräumiges, der Zeit entsprechendes Gerätehaus. Gerhard Reich bietet sein Anwesen Im Heckibronn 1 der Gemeinde zum Kauf an. Die Führung der Feuerwehr und Gemeindevertreter nehmen das Objekt in Augenschein und kommen zu dem Entschluss, dass dies durch Um- und Anbau ein geeignetes Gebäude für die Freiwillige Feuerwehr sei. Mit viel Eigenarbeit wird im Heckbronn die Fahrzeughalle mit Wohnung in ein Feuerwehrgerätehaus umgebaut.

 

 

                               

seit 1995
Abteilungskommandant Uwe Reich

Im Frühjahr 1995 wird der bisherige stellvertretende Abteilungskommandant zum Nachfolger von Dieter Wolf gewählt, der nach 25 Jahren Amtszeit nicht mehr zurWahl steht. Im selben Jahr zieht die Feuerwehr aus dem alten Feuerwehrhaus in der Wurmbergerstraße in das umgebaute Gebäude im Heckbronn um. Hier ist eine Fahrzeughalle mit 3 Fahrzeugstellplätzen, ein Funkraum, eine geräumige Umkleide und ein Schulungsraum mit Küche vorhanden. Nun kann auch das alte LF8 Opel Blitz gegen ein Löschgruppenfahrzeug (LF16), mit 800 Liter Löschwassertank, ausgetauscht werden. Dieses LF16 hat bereits in Niefern lange Jahre gute Dienste geleistet. Nach einer Generalüberholung bei der Firma Ziegler in Giengen an der Brenz kommt es 1996 nach Öschelbronn. Somit ist nun erstmals ein Fahrzeug mitWassertank in der ÖschelbronnerWehr. Im Heckbronn wird auch erstmals das inzwischen zur Tradition gewordene Herbstfest veranstaltet. Die weit über die Ortsgrenzen bekannten Atmosphäre und Gerichte laden zahlreiche Besucher aus nah und fern immer wieder nach Öschelbronn ein. In der Nacht des 1. Januar 1998 wird die Feuerwehr wegen eines Scheunenbrandes in der Karlstraße alarmiert. Große Probleme bereitet die Wasserversorgung, da die Hydranten zugefroren sind und sich nicht gleich öffnen lassen. Ein Übergreifen auf die Nachbargebäude lässt sich verhindern. Das Gebäude wird aber so schwer geschädigt, dass es abgerissen werden muss. Am 26. Dezember 1999 wütet in Europa der Sturm Lothar und richtet schwere Schäden an. Der Sturm erreicht dabei Orkanstärke. Aus Westen kommend, trifft der Sturm mittags auf den Schwarzwald in seiner ganzen Länge. Die stärkste Böe wird auf dem Wendelstein mit 259 km/h gemessen, im Flachland verzeichnet Karlsruhe mit 151 km/h den stärksten Wind. Auch die Abteilung Öschelbronn ist wie viele weitere Wehren im langen Einsatz zur Beseitigung der Sturmschäden. Im Oktober 2005 kann das neue Löschgruppenfahrzeug LF10/6, im Rahmen des Verkaufsoffenen Sonntags, der Freiwilligen Feuerwehr Niefern-Öschelbronn Abteilung Öschelbronn durch Herrn Bürgermeister Jürgen Kurz übergeben werden. Dieser Übergabe gehen langwierige Diskussionen, detaillierte Planungen und aufwendige Ausschreibungen voraus. Im Oktober 2005 kann, wie es ihm Fahrzeugkonzept der Gemeinde Niefern-Öschelbronn vorgesehen ist, ein neuer Mannschaftstransportwagen in Dienst gestellt werden. Als Bewährungsprobe für die beiden neuen Fahrzeuge erweist sich der Alarm am Samstag den 29. Oktober 2005. Gegen 0:20 Uhr rückt die Feuerwehr zu einem Scheunenbrand, welcher bereits auf das Wohngebäude übergegriffen hat, aus. Als das erste Fahrzeug an der Einsatzstelle eintrifft, wird davon ausgegangen, dass sich noch drei Personen imWohnhaus befinden. Daraufhin wird das brennende Gebäude intensiv durch Feuerwehrangehörige unter Atemschutz durchsucht. Glücklicherweise stellt sich heraus, dass zum Unglückszeitpunkt keine Personen im Hause sind. Im Einsatz ist die gesamte Feuerwehr NiefernÖschelbronn, unterstützt von Einheiten der Feuerwehren aus Wurmberg, Mühlacker und Pforzheim. Für das kommende Jahr ist der Kauf eines weiteren Fahrzeuges für die Abt. Öschelbronn bereits geplant. Dieses wird das 29 Jahre alte Lf8 Mercedes Benz ablösen. Das neue Transportfahrzeug wird mit verschiedenen Gerätemodulen beladen werden können. Mögen auch für die Zukunft immer wieder Bürger und Bürgerinnen gefunden werden, die zum Wohle unserer Gemeinde Ihren Dienst am Nächsten tun. Gott zur Ehr, dem Nächsten zurWehr!